Dienstag, 26. März 2013

Vom Mut mal nicht perfekt zu sein!

Kennt ihr das? Man möchte möglichst in allen Dingen perfekt sein. Eine perfekte Mutter, eine peferkt gestylte Wohnung & perfekte Familienfeste feiern u.s.w....

Nach dem Motto bloß nicht die Fassade bröckeln zu lassen!
Schließlich möchte man ja noch mehr glänzen als die ebenso perfekte Nachbarin. Die schon morgens früh perfekt gestylt samt adrett verpacktem Kind ins teure, neue Auto steigt, wärend meine Wenigkeit noch schlaftrunken Richtung KiGa taumelt, um im Anschluß erstmal eine Widerbelebung meiner selbst mittels extra starkem Kaffee stattfinden muß bevor ich weiß, ob ich Männchen oder Weibchen bin.

Vor ca. 15 Jahren gehörte ich sicher auch zu den Superpefekten, zumindest fast, was meine persönlichen Ansprüche betraf.

Aber heute als Mutter von zwei Kindern, mit einen alten Vater im Pflegeheim, Ehefrau, Hausfrau & Berufstätige brökelt dieses Ideal.
Es läßt sich in meinem Alltag irgendwie nicht oder zumindest nicht ohne erheblichen Stress umsetzten. Nicht bei mir...

Also was tun? Sich aufreiben? Früh um 6:00 Uhr aufstehen bis 23:00 Uhr ackern, damit auch alles perfekt ablaufen kann & man am Ende total ausgbrannt ist?

Nööö, nicht mit mir - dazu habe ich mal so gar keine Lust!

Also heißt das Motto: einfach locker bleiben & den Fokus auf wichtigeres lenken: eine glückliche Familie. Vielleicht auch ein Vorteil des steigenden Lebensalters; mit dem ich mich so gar nicht anfreunden kann. Wobei es bei meiner Nachbarin nicht zu funktionieren scheint. *lach*

Aber ok - was soll´s. Stört mich ja auch nicht, wenn sie superperfekt ist. Solange ich da nicht mithalten muß.

Deshalb gibt es bei uns jede Menge unperfekter Ecken, Dinge & auch unsere Familienfeste sind absolut unperfekt. So findet sich z.B. aktuell noch an einigen Stellen Weihnachtsdeko - ja, dafür schäme ich mich auch aber es stört mich auch nicht weiter. Hauptsache wir haben Spass. Vielleicht komme ich morgen mal dazu die Osterdeko auszugraben, was zeitgleich eine gute Gelegenheit wäre die restliche Weihnachtsdeko verschwinden zu lassen.

Gefärbte Ostereier wird es dieses Jahr auch nicht bei uns geben. Dazu hatte ich einfach keine Zeit. Die Eier werden uns auch ungefärbt beim gemütlichen Oster-Schlemmer-Frühstück gut schmecken. Dafür haben die Kids heute unter Fern-Anleitung (ich habe parallel gearbeitet) Eier ausgblasen & bemalt - die sind auch nicht perfekt geworden (auch egal). Immerhin haben sie das Massaker selbst beseitigt. Hoffe ich zumindest, weil im Bad war ich nach dem Bemalen der Eier noch nicht.
Morgen werden die Eier dann aufgehangen & es wird uns gefallen - der Rest kann mich mal. ;  )