Freitag, 21. August 2015

Sauerteigbrot selbst backen

Vor ca. 3 Wochen habe ich heimlich, still & leise eine Sauerteigkultur zum Brot backen angesetzt.

Inzwischen ist Brot Nr. 3 fertig & ich habe endlich etwas Muße, euch davon zu berichten. Fragt mich nicht, wie ich auf die verrückte Idee gekommen bin Sauerteigbrot selbst zu backen...

Das muß irgendwie an meiner Neugierde liegen, Dinge einfach mal auszuprobieren. ;  )

Wobei mich das Brot backen, schon seit langem reizt & ich in der Vergangenheit, schon ein paar Hefebrote gebacken hatte.

So, langsam wirds auch mit dem Sauerteig....

Brot Nr. 3 ist fertig. Diesmal ging der Sauerteigansatz schon richtig gut, so dass ich etwas übermütig wurde & den Teig ohne Hefe angesetzt habe.

Hätte ich besser lassen sollen. Da ich die Hefe, dann doch nachträglich unterkneten mußte. Dadurch ist der Teig auch nicht ganz so gut gegangen aber das Brot sieht schon mal deutlich besser aus als beim letzten Mal!

Beim nächsten Brot wirds besser.

diese Woche:

 mein Anstellgut

 Sauerteigansatz
 das will mal ein Brot werden ;  )

das fertige Brot (Brot III)


letzte Woche:

Sauerteigansatz

das fertige Brot (Brot II)

Donnerstag, 20. August 2015

Nie wieder Shampoo: die dritte Woche

Kurzes Zwischenfazit:

Ich glaube, ich habe meine Haarwaschroutine nun fürs erste gefunden. Da meine Haare sehr, sehr stark fetten, kommt WO z.Z. nicht für mich in Frage. Damit fühle ich mich z.Z. auch einfach nicht wohl.

Ich liebe Haare waschen & solange ich natürliche Mittel verwende ist das auch vollkommen in Ordnung für mich.


Meine aktuelle Haarwaschroutine:

- warten bis sie richtig fettig sind (dauert ca. 4 bis 5 Tage)

- am Abend vor der Haarwäsche 1 Tropfen Arganöl in die Längen einmassieren

- am nä. morgen die Haare dünn mit Lavaerde einpudern, gründlich bürsten

- in der Zwischenzeit koche ich mir einen Kräuter-Haar-Tee für die Rinsespülung & rühre mir
Vollkornroggenmehl-Shampoo an

Ich liebe meinen herrlich duftenden Kräutertee & das Roggenshampoo & entsprechend zelebriere ich die Haarwäsche.

Natürlich geht auch die schnelle Variante: einpudern, Roggenmehlshampoo & Essigrinse.

Nach knapp 4 Wochen no poo & einigen Experimenten, sehen meine Haare inzwischen sehr erholt & toll aus. Ganz weich & zartduftend.

Für die Zukunft schaue ich jetzt einfach mal, wie sich meine Haare mit dieser neuen Pflege weiter entwickeln werden & werde versuchen, die Haarwäsche nach & nach hinaus zu zögern.

Meine Haare vor ca. 3 - 4 Wochen:




Meine Haare heute:




P.S.: Die Haare meiner Tochter pflege ich übrigens inzwischen ganz ähnlich.

Das sie dickes, eher trocknes, leicht wellige Haare hat. Bürste ich ihre Haare jeden Tag sehr gründlich. Bei Bedarf verteile 2-4 Tropfen Arganöl in ihren Haaren (könnte ich bei meinen Haaren nie machen, so wie die fetten *schmunzel*). Mit Roggenmehl wasche ich ihre Haare nur nach Bedarf  - vielleicht alle drei Wochen mal. Nach dem Baden oder Duschen gibt es jedoch eine Kräuter-Rinse-Spülung damit sich die Haare leichter kämmen lassen.

Auch die Haare meiner Tochter werden immer schöner.

Kaum zu glauben, welchen wirkungslosen, chemischen Mist wir uns vorher in die Haare geschmiert haben...

Donnerstag, 6. August 2015

Nie wieder Shampoo: update

Kleines Zwischen-Update von meinen Haaren.

Gestern waren sie schon wieder extrem ölig & ich entschloß mich, diesmal Lavaerde als Trockenshampoo zu verwenden. Die Lavaerde habe ich ganz dünn mit einem Puderpinsel auf den Haaransatz aufgetragen & meine Haare anschließend sehr gründlich gebürstet. Das Ergebnis war gleich null. Meine Haare waren unverändert ölig. Dummerweise kam jetzt noch ein Juckreiz hinzu aber da ich dringend etwas im Garten erledigen mußte, hatte ich mir die Haare nur schnell zusammen gebunden.

Nach einem harten Tag im Garten, brauchte ich dringend eine Dusche & meine Haare eine Wäsche, alleine schon, um die restl. Lavaerde wieder los zu werden...

Ich schwankte zwischen water only & Roggenmehl.

Mein Ziel ist, auf lange Sicht gesehen, nur noch mit Wasser & Rinse zu waschen. Aber meine aktuelle Sebumproduktion läßt das z.Z. noch nicht zu. Weshalb meine Tendenz erstmal in die Richtung geht, einen milden, natürlichen Shampoo-Ersatz zu verwenden, bis sich die Sebumproduktion etwas reguliert hat & dann die Waschabstände zu erhöhen.

Vor no Poo habe ich mir 2x pro Woche die Haare mit Shampoo gewaschen & sehr selten mal eine Spülung verwendet. Jetzt versuche ich 1x Woche ein Shampoo-Ersatz & eine Rinse.

Das Roggenmehl als Shampoo-Ersatz hat mir sehr gut gefallen, auch wenn das erste Waschergebnis nicht so überzeugend war. Deshalb habe ich mir noch mal eine Portion angemischt. Diesmal habe ich das Roggenmehl-Shampoo zuerst auf den Hinterkopf aufgetragen & gut einmassiert, dann über die restl. Haare verteilt. Diesmal war das Ergebnis echt klasse, das ganze Fett war draussen, was sicher auch an der Lavaerde lag, die ich noch in den Haaren hatte.

Fazit: vielleicht braucht mein Roggenmehl-Shampoo einen Lavaerdeanteil?

Das werde ich beim nä. Mal auf jeden Fall einmal austesten!

Hier das Ergebnis am nä. Morgen:

 Die Haare sind luftig & locker, wie nach einer herkömmlichen Shampoo-Wäsche

& langsam wird deutlich, dass die unteren Längen sehr trocken sind. D.h. ich muß mir etwas überlegen, wie ich diese ein wenig pflegen kann.
Ein Besuch beim Friseur wird in Kürze sicher notwendig werden.



Montag, 3. August 2015

Nie wieder Shampoo: die zweite Woche

Update nach einer weiteren Woche ohne Shampoo; ca. zwei Wochen nach meiner letzten Shampoowäsche.

Wir ihr euch vielleicht erinnern könnt, hatte ich mir am letzten Sonntag meine Haare mit Natron & einer Essigrinse gereinigt.  Deshalb gebe ich an dieser Stelle, noch mal ein kurzes Fazit:

Die Natronwäsche hat die Haare wirklich sehr gut entfettet aber...
ich fand sie zu stark dosiert & das spürte ich auch auf der Kopfhaut. Jucken, brennen, trocken = nicht gut.

Deshalb, wenn jemand seine Haare mit Natron waschen möchte, dann seid bitte vorsichtig mit der Dosierung!

Ich denke, die Hälfte meiner Dosierung ist schon mehr als ausreichend.
Und Natron bitte nur mit max. lauwarmen Wasser anrühren (max. 45°C).

Im Laufe der letzten Woche sind meine Haare ultra ölig geworden - fettig konnte man das schon gar nicht mehr nennen...

Die Woche war echt hart. Mit dermaßen öligen Haaren sehnt man sich wirklich sehr nach einer Haarwäsche & man fragt sich jeden Tag: warum mache ich das eigentlich??? Aber ich wollte wenigstens 1 Woche warten, bevor ich meine Haare wieder wasche. Mein Ziel ist eine natürliche, ökologische Haarpflege, die weder mir, noch meiner Umwelt schadet. Natürlich spielt auch meine Neugierde eine große Rolle: ob sowas wirklich funktioniert. Und da ich verrückt genug bin, wird es ausprobiert. ;  )

Gestern stand dann (endlich) meine grob geplante Haarwäsche auf dem Programm. Diesmal mit Roggenmehl & einer Kräuter-Essigrinse.

Roggenmehlshampoo:

- 2 bis 4 EL Vollkornroggenmehl auf 100 bis 200 ml Wasser (je nach Haarlänge/Dicke)
- ca. 1-2 Std. quellen lassen
- in die Haare massieren & gut verteilen, dann ca. 5 bis 10 min. einwirken lassen

Essig-Kräuter-Rinse: 

- 2 Stängel Salbei
- 2 Stängel marrokanische Minze
- 2 Stängel Zitronenmelisse
- 1 Stängel Rosmarin
- 1 l Wasser (die Kräuter mit dem kochenden Wasser übergießen & ziehen lassen bis der Kräutersud abgekühlt ist)
- 1 EL Apfelessig (in den abgekühlten Sud geben)

Einfach herrlich, wie so ein Kräutertee für die Haare duftet! Wer mag kann ihn auch gerne trinken (ohne Apfelessig, wobei dieser auch nicht schadet) diese Teemischung ist sehr erfrischend.

Das Ergebnis war durchwachsen. Ca. 50% weniger Fett auf in den Haaren. Oben/hinten sind sie noch sehr fettig. Vorne ok. Die unteren Längen sind sehr gut geworden. Das Gefühl auf der Kopfhaut ist sehr angenehm; mal abgesehen vom Restfett-Gefühl, welches sich hoffentlich, in ca. 4 bis 8 Wochen legen wird.

Die Umstellungphase von Shampoo auf natürliche Haarpflege nennt man auch gerne Ekelphase. In dieser Zeit stellen die Talgdrüsen (hoffentlich) ihre Talgproduktion um. Die Phase dauert ungefähr 4 bis 8 Wochen. Bei manchen auch deutlich länger & bei einigen "funktioniert" es gar nicht. Bzw. die Kopfhaut produziert weiterhin zu viel Talg (Fett). Aber auch wenn die Kopfhaut weiterhin übermäßig Talg produziert, ist eine chemiefreie Haarpflege dennoch die gesündere Alternativ & sicher sinnvoll.

Vorher:

1 Woche lang nur gebürstet & extrem ölig



Nachher:

man sieht, dass sich das Fett nicht ganz gelöst hat





Samstag, 1. August 2015

Nie wieder Plastik: Haarpflege

Wie ihr vielleicht bemerkt passiert hier gerade sehr, sehr viel.

Umweltschutz & eine natürliche Lebensweise lagen mir schon immer am Herzen, nur war die Umsetzung bisher eher mühselig. Vieles wußte ich schlichtweg auch nicht. Aber inzwischen gibt es einige Blogger, die die gleichen Ziele haben, so dass man voneinander lernen kann & Wege aufgezeigt bekommt, die man vorher nicht kannte. Das ermutigt mich, einfach daran anzuknüpfen & euch von meinen Lösungen zu berichten.

Unter der Rubrik "Nie wieder Plastik" findet ihr in Zunkunft viele Beiträge, wie & wo ich meinen Plastikverbrauch reduziere. Es geht mir nicht darum, Plastik zu 100% zu verbannen oder jegliches Plastik so schnell, wie möglich aus meinem Haushalt zu entfernen. Das wäre weder sinnvoll, noch nachhaltig! Sondern darum, es nach & nach zu reduzieren. Sachen, die ich aussortieren möchte & die noch gut erhalten werden weitergegeben. Ich werde auch einige Sachen aus Plastik behalten, weil sie für mich einen guten Nutzen haben. Nach dem Leitsatz:

Die beste Ökobilanz haben Sachen, die lange genutzt werden!

Heute tausche ich meine alte, kaputte Haarbürste gegen eine neue hochwertige aus Holz ein. Ganz plastikfrei wird meine Haarpflege nicht werden aber der Kunststoffanteil wird deutlich reduziert.

Vorher:


Nachher:
 

Bürste & Lockenkamm wurden ausgetauscht.  Der kleine, braune Plastikkamm darf bleiben. Neu hinzu kommt eine Bürste mit Naturborstenanteil für die No-Poo Haarpflege & eine Bürstenhexe (Bürstenreiniger). 

Das die neuen Haarpflegesachen auch deutlich hübscher aussehen, muß ich vermutlich nicht erwähnen. ;  )