Dienstag, 5. September 2017

Bokashi Projekt

Wenn man sich mit "no plastic" & "zero waste" beschäftigt, beginnt man irgendwann über geschlossene Kreisläufe nachzudenken. Auch wenn ich schon länger nichts mehr zu diesen Themen geschrieben habe, so sind diese dennoch aktuell bei uns & werden immer noch schrittweise umgesetzt.

Seitdem wir uns vegetarisch ernähren, fallen Unmengen an organischen, kompostierbaren Abfällen an (logisch). Erst wanderten diese in den normalen Hausmüll, was für mich sehr unbefriedigend war, das es sich, unter dem Strich, um wertvolle Rohstoffe handelt. Dann fing ich an unseren alten Kompost zu befüllen, welcher sich jedoch an einer sehr ungünstigen Stelle befindet, welche auch eine Umschichtung ect. fast unmöglich macht. Was somit auch noch nicht die optimale Lösung war...

Über einige Umwege stieß ich dann auf verschieden Beiträge bezügl. Wurmkisten & Bokashi ect.. Eine Wurmkiste ist sicher auch einge gute Lösung aber sie passt nicht so gut zu uns. Somit entschieden wir uns für den Bokashi.

Unsere Bokashi Eimer haben wir jetzt seit einer Woche & ich konnte bereits einmal Bokashisaft abzapfen, welchen ich gleich einigen (kümmerlichen...) Pflanzen verabreicht habe. Ich bin schon sehr gespannt, ob dieser wirklich so gut ist, wie andere behaupten. Als Testobjekt dient u.a. mein uralter Benjamin (wer hat ihn nicht... ;  ) ). Mal sehen, ob er noch mal einen zweiten Frühling erleben wird. Mutti wollte ihn schon längst entsorgen aber bisher habe ich mich tapfer wiedersetzt.

Aus dem Bokashi Ferment möchte ich Terra Preta für unseren Garten herstellen.

Unser Hausmüll hat sich seitdem drastisch reduziert. Wärend ich früher 1 bis 2 große Mülltüten voll Restmüll hatte, so habe ich jetzt ein kleine Tüte voll mit Restmüll.


Und so funktioniert die Bokashi Eimer:

 Küchenabfälle sammeln
 ich decke diese nur mit einem Geschirrtuch ab, dadurch das sich darin auch Kaffeesatz befindet riechen die Küchenabfälle nicht & die Küchenabfälle können gut antrocknen
(der Bokashi mag es nicht zu feucht)
wenn die Schüssel voll ist, wandern die klein geschnittenen Küchenabfälle in den Bokashi Eimer
 die alte Schicht - es riecht deftig nach "Sauerkraut" - da es sich um eine milchsaure Fermentation handelt, ist alles im grünen Bereich  ;  )
 die frische Schicht, gut angedrückt & mit etwas EMA (effektive Microorganismen aktiv) bestreut,
um Terra Preta herstellen zu können muß der Masse noch 10 bis 20% Pflanzenkohle & Urgesteinsmehl beigefügt werden

 unsere Eimer im Einsatz
zum ersten Mal deutlich weniger Restmüll *freu*
unser Benjamin im September 2017 - so wirklich toll blüht er ja nicht...


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen